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Porsche 911 im Rennsport, von 1967 bis Le Mans

Der 911-Rennsport begann nicht mit einer berühmten Lackierung - er begann 1967 mit einem auf 800 kg abgespeckten Prototyp, und das Auto rennt seither irgendwo.

Der historische Renn-911 begann, bevor die meisten der berühmten Lackierungen überhaupt existierten. Vor dem Whale Tail, vor den Rothmans-Farben, bevor auch nur eines der in diesem Shop verkauften Poster fotografiert wurde, hatte Porsche bereits einen 911 auf 800 Kilogramm abgespeckt und ins Rennen geschickt, um Autos mit doppeltem Budget zu schlagen. Genau dort beginnt die Rennsportgeschichte tatsächlich, und sie verläuft fast ununterbrochen bis heute.

Porsche 911 im Rennsport : wo alles wirklich begann

Im Herbst 1966 formulierte Porsche-Ingenieur Rolf Wütherich die Vorgabe für das, was zum 911 R wurde, unverblümt : „Ein Fahrzeug…, das der aktuellen Konkurrenz im Leistungsgewicht überlegen ist“. 1967 folgten vier Prototypen, gebaut unter Ausschöpfung jedes Spielraums im Homologationsreglement — Fronthaube, Kotflügel, Türen und Stößstangen aus glasfaserverstärktem Kunststoff, auf 4 mm verdünntes Frontscheibenglas, Plexiglas bei den übrigen Scheiben, zwei der fünf Instrumente entfernt, ebenso die Aschenbecher und die Sonnenblende des Beifahrers. Das Ergebnis wog 800 kg bei 210 PS, ein Leistungsgewicht, das Porsche selbst mit unter 4 kg pro PS angibt. Zu extrem für eine Homologation als gewöhnlicher Gran Turismo, startete er stattdessen in der 2-Liter-GT-Prototypenklasse, und nur 19 Exemplare entstanden insgesamt.

Der Carrera RSR übernimmt

1973 verlagerte sich der Werkseinsatz auf den 911 Carrera RSR 2.8 — ein 2.992-cm³-Boxersechszylinder mit 228 kW (310 PS), 270 km/h Spitze. Brumos Racing gewann im Februar 1973 die 24 Stunden von Daytona im Gesamtklassement mit einem solchen Wagen, und ein Werkswagen startete im selben Jahr bei der Targa Florio und in der GT-Klasse in Le Mans im Juni. Die Aerodynamik des RSR entstand direkt aus dem Entenbürzel, den Porsche ein Jahr zuvor für den straßentauglichen Carrera RS 2.7 entwickelt hatte — eine Geschichte, die an anderer Stelle auf dieser Seite vollständig erzählt wird. Renn- und Straßenwagen waren nie wirklich getrennte Projekte.

Ein weiß-blauer Porsche 911 Carrera RSR von 1974 bei einer Ausstellung, mit breiten Kotflügelverbreiterungen und Entenbürzel — der historische Renn-911, erhalten.
Ein 911 Carrera RSR von 1974. Die breiten Radläufe decken Reifen ab, die der Straßen-911 desselben Jahres nicht brauchte. Credit : Lothar Spurzem, CC BY-SA 2.0 DE.

Der einzige 911-basierte Gesamtsieger von Le Mans

Das größte Ergebnis des 911 in Le Mans ist zugleich das unerwartetste. 1979 gewann ein von den Brüdern Kremer aufgebauter Porsche 935 K3, gefahren von Klaus Ludwig und den Brüdern Don und Bill Whittington, die 24 Stunden von Le Mans im Gesamtklassement — nicht in der Klasse, sondern insgesamt, gegen eigens dafür gebaute Prototypen. Porsche selbst nennt ihn „das erste Heckmotor-Fahrzeug, dem das gelang“ und, was hier mehr zählt, „das einzige auf dem 911 basierende Rennfahrzeug“, das dort je den Gesamtsieg errang. Sein 3,0-Liter-Boxer mit zwei Turboladern leistete rund 800 PS, ganz ohne die Fahrhilfen eines modernen Prototyps.

Es hörte nie wirklich auf

Der aktuelle Werksrenner, der 911 RSR, hält diese Bilanz aktuell. Ein Werkswagen gewann 2018 die Klasse GTE-Pro in Le Mans im Gesamtklassement, und erneut 2019, als seine Fahrer zudem den Titel der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft holten. Mehr als fünfzig Jahre trennen dieses Ergebnis vom ersten Einsatz des 911 R, und das Abzeichen am Heck beider Autos liest sich gleich.

Ein rot-schwarz lackierter Porsche 911 RSR eines Kundenteams auf der Strecke in Silverstone 2018, mitten in einer Kurve.
Ein Kunden-911-RSR in Silverstone, 2018 — in derselben Saison, in der ein Werks-911-RSR seine Klasse in Le Mans gewann. Credit : John Chapman (Pyrope), CC BY-SA 4.0.

Welcher Druck

Das Renn-911er-Motiv des Shops nennt weder die Autos noch die Fahrer, das Jahr oder die Strecke in den eigenen Produktdaten, weshalb sich dieser Artikel an das gehalten hat, was sich tatsächlich belegen lässt — die allgemeine Geschichte oben, keine Behauptung über das konkrete Foto. Als Bild einer Idee gelesen statt eines bestimmten Rennens, steht es stellvertretend für jedes der hier behandelten Jahrzehnte.

Wer lieber ein Auto möchte, dessen Modell tatsächlich dokumentiert ist : die Illustration des 911 Turbo (930) ist der straßentaugliche Nachfahre derselben Turboarbeit, die Porsche für seine Can-Am- und Langstreckenrenner entwickelte.

Beide entstehen auf Bestellung auf 200 g/m² Archiv-Mattpapier, als Pigment-Giclée mit 300 dpi. Die vollständige Größenstaffel steht auf jeder Produktseite.

Weiterlesen : sechzig Jahre derselben Silhouette, und warum der Flügel des 930 nie bloße Dekoration war.

Häufige Fragen

What was the first Porsche 911 built specifically for racing?

The 911 R, built in 1967. Porsche's own account describes the goal as beating the competition on power-to-weight ratio; four prototypes used glass-fibre body panels and a stripped interior to reach 800 kg, and only 19 were ever built, most for the works team itself.

Has a Porsche 911 ever won the 24 Hours of Le Mans outright?

Yes, once. The Kremer-built Porsche 935 K3 - a 911-derived race car with a 3.0-litre twin-turbo engine producing around 800 PS - won Le Mans overall in 1979, which Porsche describes as the only 911-based car and the first rear-engined car to do so.

Does the Porsche 911 still race at Le Mans?

Yes, in the GTE-Pro category as the 911 RSR. A factory car won the class outright at Le Mans in both 2018 and 2019, the latter also securing the FIA World Endurance Championship title for its drivers, more than fifty years after the 911 R's first outing.

What is a Porsche 911 Carrera RSR?

A 1970s competition version of the 911, built for endurance racing, distinct from the road-going Carrera RS it shares aerodynamic ideas with. The 2.8-litre version won the 1973 24 Hours of Daytona outright and raced in the GT class at the Targa Florio and Le Mans the same year.

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